bücher von hofenbitzer
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Meine Nähanfänge und wie ich zur Schnittkonstruktion kam

 

[Werbung unbeauftragt] Erstens, ich hab seit der Handarbeitsschule (ja die in der Schule, so mit 12) kein Kleidungsstück mehr nach einem fertigen Schnittmuster genäht. Warum? Weil ich mir das Leben gerne schwer mache 😛 .
Also zunächst mal, als ich meine Nähmaschine geschenkt bekommen habe und ganz viel Videos über’s Nähen geschaut und Tutorials gelesen habe, hab ich mir erst mal Burdazeitschriften gekauft. Hab die studiert, fand die Modelle ganz toll und bin dann dennoch ohne einen Plan was ich eigentlich machen möchte und von meiner Euphorie getrieben in ein Stoffgeschäft gegangen und hab mir da einfach mal planlos 2 Meter schwarzes Baumwollfahnentuch sowie einen wirklich schönen (und auch teuren) dunkelblauen Baumwolljersey gekauft, ebenfalls 2 Meter. Zuhause hab ich mir den schönen Stoff beschaut und hab mit dem Fahnentuch einfach mal drauflos experimentiert, ich wollte einfach auf’s gerade Wohl irgendetwas ausprobieren, ohne Schnittmuster und ohne Anleitung, einfach auch um überhaupt wieder ein Gefühl für’s Nähen und die Maschine zu bekommen. Es entstand ein Top welches man auf der Seite schnüren kann, da ich es ohne Massnehmen und ohne eine Idee von Schnittkonstruktion entworfen habe überrascht es natürlich nicht dass das fertige Teil nicht wirklich sitzt, dennoch ging mir das Nähen überraschend leicht von der Hand. Aber das eigentlich interessante war dass ich merkte, hey, ich habe ja selber Ideen! Ich kann mir doch meine Modelle selber ausdenken.

 

bücher von hofenbitzer

 

Als diese Idee dann geboren war suchte ich nach geeigneter Literatur, mit welcher man sich dieses Wissen wie denn so ein Schnittmuster erstellt wird, aneignen kann. Ich merkte schnell dass es auf dem deutschsprachigen Markt nicht wirklich viele Bücher gibt die für meinen Geschmack genug in die Tiefe der Materie eintauchen, zumal ich ja frei sein wollte darin was ich gestalte. So stiess ich auf die 2 einzigen Varianten die für mich in Frage kamen, entweder die gesammelten Werke von Müller & Sohn, oder die etwas konzentriertere, dafür auch deutlich preiswerteren Bände von Guido Hofenbitzer – ich entschied mich für zweiteres.

 

gezeichnete schnitte

 

Zunächst besass ich nur den ersten Band, in dem er das Erstellen der Grundschnitte sowie Modellabwandlungen und wie man diese erreicht Schritt für Schritt erklärt. Er macht das wirklich gut und verständlich, freilich bedarf es dennoch viel Übung und man muss sich ordentlich in die Materie reinknien wollen. Mir fällt dies glücklicherweise nicht schwer, sofern mich ein Thema wirklich interessiert und so erstellte ich also meinen ersten Grundschnitt und entwarf daraus mein erstes richtiges Modell für ein Shirt (dazu mehr zu einem späteren Zeitpunkt).
Warum Hofenbitzer Band 2 unerlässlich für mich ist und warum Schnittkonstruktion im Eigenstudium viel Geduld und Ausdauer verlangt erzähle ich euch demnächst in meinem Blog.

2 Comments

  1. Es ist schön das es andere Menschen gibt die wie ich nach infos suchen wie man selber zum schneidern kommt und zwar mit eigenen Schnitten Mir hben neben den vondir genannten auch Bücher von Teresa Giewska geholfen ich besitze das Buch Grundschnitte und Herrenbekleidung beide haben mir schon ganz gut weitergeholfen. Bin gespannt was du so weiterschreibst. Bei mir mangelt es leider immer an der Zeit.
    Mach so weiter Bärbel

    1. Hallo Bärbel 🙂 über deinen Kommentar hab ich mich grad mega gefreut! Ich finde es ebenfalls sehr schön dass es noch andere Menschen gibt die sich für diesen eher steinigen Weg entschieden haben für sich selber Schnitte zu entwickeln 🙂 die Bücher von Gilewska sind mir bekannt, in meinem Artikel https://www.naehskapaden.de/2018/09/23/schnittkonstruktion-lernen-die-6-besten-tipps-fuer-einsteiger/ gehe ich darauf ein. Ich habe mir jetzt noch ein weiteres Buch bestellt „Die perfekte Passform“. Darin werden (so hoffe ich) Passformfehler aufgezeigt und wie man sie beheben kann. Ich hoffe sehr es wird mir helfen meine Grundschnitte zu entwickeln und zu verbessern, ich werde einen Artikel schreiben sobald ich mit dem Buch arbeiten konnte 🙂

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