huskylock s15
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Meine neue Overlock Husqvarna Viking Huskylock s15

 

[Werbung unbeauftragt] Wer mir auf Facebook folgt weiss bereits, am letzten Wochenende hat mich mein Schatz überrascht! 😀 Anlässlich unseres 8 Jahres Jubliäums (wir machen uns immer Geschenke zu unserem Jubiläum 🙂 ) hat er mir einen sehr grossen Wunsch erfüllt. Er hat mir eine brandneue Overlock Nähmaschine geschenkt! Und zwar nicht irgendeine, sondern genau die, die ich mir gewünscht habe 😀

 

Die Husqvarna Viking Huskylock s15

 

huskylock s15

 

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Es überrascht also nicht, dass ich die letzten Tage hauptsächlich damit beschäftigt war, mich mit meiner neusten Lieblingsmaschine vertraut zu machen 🙂 . In diesem Blogbeitrag stell ich dir also meine neue Overlock vor, was sie kann, was an Zubehör dabei ist, wie das Handling ist und wie sich das Nähen anfühlt. Kurz: Ein Review.

 

Der Erste Eindruck

 

Die Huskylock s15 kommt wie erwartet in einem Karton der gut mit Styropor gepolstert ist und die Maschine entsprechend fixiert dass nichts kaputt gehen kann, dies kenn ich schon von meiner Husqvarna Nähmaschine Opal 670. Sie wird bereits eingefädelt mit 4 weissen Garnkonen geliefert. Mir persönlich gefällt das Design von den Husqvarna Maschinen sehr gut, es hat mich von Anfang an angesprochen und die Verarbeitung des Gehäuses und der Maschine an sich ist sehr hochwertig. Bei der Overlock kann man das natürlich umso besser beurteilen, da man die Frontabdeckung ja öffnen muss um die Greifer einzufädeln.

 

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Weil ich so unglaublich neugierig auf die ganze Sache war hab ich die Maschine natürlich direkt angeschlossen und einfach mal ohne Einstellungen vorzunehmen drauflos probiert mit einem Stoffrest. Was mir sofort auffiel war: Wahnsinn ist die schnell! Das ist ein komplett anderes Nähfeeling als mit der normalen Nähmaschine, aber im Prinzip hab ich nichts anderes erwartet.

 

Fazit: Der Erste Eindruck ist also wie von Husqvarna nicht anders zu erwarten durchweg positiv und genau so wie ich mir das gewünscht habe.

 

Das Einfädeln

 

Etwas wovor ich in der Tat sehr viel Respekt hatte, auch nachdem ich Videos auf Youtube gesehen habe wie man eine Overlock bereit macht, ist das Einfädeln. Überall liest man wie mühsam und zeitaufwändig das ist. Es war einer der Hauptfaktoren warum ich lange mit einer Babylock geliebäugelt hatte. Diese hat ja bekanntlich das Jet-Air System, das die Fäden mit Luft automatisch in die Greifer einfädelt. Allerdings kostet so eine Babylock eine Stange Geld und für mich war und ist eine Overlock eine supplement Maschine. Das heisst es ist super praktisch wenn man eine hat, gerade wenn man viel elastisches Material vernäht, aber sie ist immer eine 2. Maschine. Denn alles was eine Overlock kann, kann im Grunde auch eine normale Nähmaschine. Aber nicht alles was eine normale Nähmaschine kann, kann auch eine Overlock.

 

So teilte ich also meinem Schatz mit welche Overlock ich am liebsten hätte, nach dem ich natürlich auch andere Hersteller und Modelle verglichen habe und bin dann, natürlich nicht zuletzt aufgrund meiner guten Erfahrungen mit der normalen Nähmaschine, bei der Husqvarna gelandet.

 

huskylock s15

 

Zurück zum Einfädeln: Wenn man die Frontabdeckung öffnet ist da eine Zeichnung mit verschiedenen Farben. Für jeden Faden eine, die einem genau zeigt wie man die einzelnen Fäden einfädeln muss. In der Bedienungsanleitung ist das ganze für jeden Faden ebenfalls nochmals Schritt für Schritt und mit Bildern beschrieben. Sogar eine DVD liegt bei, auf der der Vorgang des Einfädelns ebenfalls nochmals gezeigt wird. Im Gehäuse unten sind dann die verschiedenen Einfädelstationen mit Punkten in den entsprechenden Farben markiert. man braucht also beim Einfädeln eigentlich nur den Farbpunkten zu folgen. Ich muss sagen, ich hab mir vollkommen umsonst Sorgen gemacht. Das Einfädeln bei dieser Maschine ist tatsächlich leicht! Nach dem 2. Versuch hatte ich den Bogen bereits raus ^^. Es liegt auch eine Pinzette bei die das Ganze noch einmal einfacher macht.

 

Fazit: Wer nur wegen dem Jetair System eine Babylock haben will, dem sei gesagt, das Einfädeln ist eine Suppe die heisser gekocht wird als sie gegessen wird. Wer eine gute Feinmotorik hat (und jeder der näht oder sonstige Handarbeit macht wird das haben) der wird keinerlei Probleme haben.

 

huskylock s15

 

Das Einstellen der Fadenspannung

 

Die richtige Fadenspannung ist das A und O bei einer Overlockmaschine. Denn nur wenn die Fadenspannung stimmt ergeben sich diese superschönen, elastischen Nähte, die wir alle von der Konfektionsware her kennen. Das Einstellen der Fadenspannung kann mühsam werden, bei dieser wie bei jeder anderen Overlockmaschine. Hier kommt das 2. Hauptargument für eine Babylock ins Spiel – nämlich die automatische Fadenspannung. Das muss in der Tat ein ziemlicher Luxus sein, wenn das so gut funktioniert wie der Hersteller es bewirbt. Allerdings bekommt man die automatische Fadenspannung erst ab den wirklich hochpreisigen Overlockmaschinen von Babylock. Ich denk da muss jeder für sich entscheiden ob ihm das das Geld wert ist.

 

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Ich persönlich finde es spannend die Fadenspannung selber verändern zu können und zu sehen welche unterschiedlichen Stichbilder entstehen. Jeder Stoff braucht unter Umständen eine andere Einstellung. Mit meinem Probestoff und der Einstellung die ich vorgenommen habe bin ich eigentlich schon ziemlich zufrieden 🙂

 

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Da kann man sich beim Finetuning austoben. Dieses Video auf Youtube zeigt eine gute Methode wie man die Fadenspannung für jeden Faden bei seiner Overlock austüfteln kann. Ich find das ist eine geniale Idee und ich werd das vermutlich so umsetzen. Sobald ich mir mal Zeit dafür nehme xD.

 

Fazit: Die Einstellungen brauchen etwas Zeit. Gerade am Anfang wo man noch nicht so geübt ist darin wird man an den Rädchen rauf und runter drehen und vielleicht etwas frustriert sein weil’s nicht auf Anhieb so wird wie man das möchte. Aber mit etwas Geduld und Zeit findet man die richtigen Einstellungen. Ich denke, hier ist die Handhabung bei jeder Overlock in etwa gleich, abgesehen natürlich von denen mit einer automatischen Fadenspannung.

 

Das Nähen

 

Für jemanden der noch nie an einer Overlock gesessen ist so wie ich, ist das erst einmal WOW. Sooooo schnell. Und dazu noch so butterweich, vom Gefühl her. Die Huskylock s15 näht sehr schnell, schneidet den überschüssigen Stoff akkurat ab und macht tolle, saubere Nähte (richtige Fadenspannung vorausgesetzt). Allerdings kann sie nur mit einer einzigen Geschwindigkeit nähen. feine Abstufungen und mal etwas langsamer nähen geht also nicht. Das ist etwas Gewöhnungsbedürftig und gerade am Anfang braucht man Übung bis man den „Dreh“ richtig raus hat. Ich persönlich finde das man schon nochmals etwas mehr Gefühl für die Maschine aufbringen muss als für eine normale Nähmaschine. Es gibt gewisse Kniffs die man nur beim benutzen lernt und die man aber nur durch Übung immer richtig macht.

 

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Beispielsweise neigt die Huskylock dazu beim Nähbeginn die Fäden zu verwursteln wenn man nicht in der richtigen Intensität an der der Fadenkette zieht beim Nähstart. Das sind Dinge von denen ich nicht weiss wie sie bei anderen Overlock Maschinen sind, bei der Huskylock gibt es ein paar dieser Dinge die man beachten muss, damit alles sauber läuft. Aber man gewöhnt sich schnell dran. Natürlich hat die Maschine auch einen Differentialtransport. Dieser macht ja eine Overlock so verlockend, da er dehnbare Stoffe viel leichter transportieren kann. Und ich muss wirklich sagen: der Unterschied zur normalen Maschine ist gigantisch. Wenn der Differentialtransport für den Stoff richtig eingestellt ist verzieht es den Stoff kein bisschen! Völlig egal ob ich nun feinen Viskosejersey, Sweatshirtstoff oder super feinen elastic Krepp vernähe – der Stoff gleitet dahin wie Schlittschuhe übers Eis.

 

huskylock s15

 

Fazit: Mit etwas Übung bekommt man genau die Traumnähte die man schon immer haben wollte und hat keine Probleme mehr mit verzogenen Stoffen oder welligen Kanten, Differentialtransport sei Dank. Einzig dass die Geschwindigkeit nicht abstufbar ist gibt von mir einen kleinen Minuspunkt, denn es wäre durchaus praktisch auch mal etwas weniger Gas geben zu können. Insgesamt ist es aber auf jeden Fall ein tolles Näherlebnis mit einem ebenso tollen Ergebnis 🙂 .

 

Das Handling insgesamt

 

Eines ist sicher: Die Huskylock s15 wünscht sich Feingefühl. Wenn man das erste mal an der Maschine sitzt wird man unweigerlich ein paar Fehler machen, daraus lernt man aber und das richtige Gefühl kommt relativ schnell für die Maschine. Sie ist sehr gut aufgebaut und wer eine normale Nähmaschine bedienen kann der wird sich sehr schnell mit der Overlock zurechtfinden. Es gibt ein Rädchen für die Stichbreite, eins für die Stichlänge und eins für den Nähfussdruck. Es gibt ein manuelles Handrad wie bei einer normalen Nähmaschine und ein Hebelchen für den Differentialtransport. Das alles ist gut zu erreichen und man kann schnell die Einstellungen vornehmen die man möchte.

 

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Über das Austauschen der Nadeln kann ich noch nichts sagen, es liegt jedoch ein kleiner Schraubenzieher dabei und ich vermute es wird ähnlich sein wie bei der normalen Nähmaschine. Spannend wird es sicher wenn ich mal das Messer austauschen muss, ich hoffe das wird nicht allzu schnell der Fall sein. Super praktisch finde ich das Stoffauffangnetz. So hat man keine Stoffreste am Boden, alles landet sauber im Netz.

 

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Einer der grossen Vorteile dieser kleinen Overlock ist, dass sie einen Freiarm hat. Das war für mich definitiv ein wichtiger Punkt der für die Huskylock s15 spricht, denn ein Freiarm ist etwas enorm praktisches für Ärmel und der Gleichen. Allerdings muss ich hier einen kleinen Minuspunkt im Handling verzeichnen, denn die Kraft die man aufbringen muss um das Gehäuse zu lösen dass man dann einen Freiarm hat ist imens. Man muss gleichzeitig unten einen Knopf fest reindrücken und am Gehäuse auf die linke Seite ziehen, dazu sollte man die Maschine wenn möglich noch festhalten auf der anderen Seite weil sie sonst über den Tisch rutscht, so viel Kraft braucht man dafür. Mehr Kraft als ich alleine aufbringen kann und daher ist das Handling um an den Freiarm zu kommen für mich sehr mühsam, alleine nicht einmal zu bewerkstelligen. Da ich nicht jedes mal meinen lieben Mann rufen will wenn ich den Freiarm benötige ist das schon etwas schade.

 

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Ansonsten jedoch gibts für mich am Handling nichts auszusetzen. Das Licht könnte allenfalls etwas Heller sein. Eine Umstellung für mich ist auch dass die Maschine eine mechanische Maschine ist. Meine normale Nähmaschine ist ja digital, ich habe einen Display mit Sewing Advisor der mir die optimalen Einstellungen für Stoff und Stich vorgibt. Ausserdem bekomm ich immer sofort eine Popup Meldung wenn ich etwas vergesse, z.B. den Nähfuss abzusenken. Das ist bei der mechanischen Huskylock natürlich nicht der Fall und am Anfang habe ich doch tatsächlich vergessen den Nähfuss runterzulassen! *lach* ich hab also genäht und genäht und die Fadenspannung erhöht und erhöht und hab einfach nicht verstanden warum zum Teufel die Naht immer noch so scheusslich aussah hahaha bis ich dann gemerkt habe dass der Nähfuss immer noch oben ist – die Maschine näht trotzdem los. Allerdings näht sie nicht wenn die Frontabdeckung geöffnet ist. Das ist in Punkto Sicherheit aus meiner Sicht ein grosses Plus.

 

Fazit: Das Handling ist, bis auf das mit dem Freiarm, wirklich einfach. Jeder der mit einer normalen Nähmaschine vertraut ist wird sich hier intuitiv zurecht finden. Und bitte vergiss nicht den Nähfuss abzusenken… xD

 

Zubehör und Lieferumfang

 

Das Zubehör für die Overlock was bereits im Lieferumfang enthalten ist fällt aus meiner Sicht recht grosszügig aus. Zwar nicht ganz so umfangreich wie bei der Opal 670, die noch etliche verschiedene Nähfüsschen dabei hatte, aber es wird immer noch sehr viel mitgeliefert. Unter anderem wäre da ein Nadelset mit 5 Nadeln zusätzlich zu den 2 die bereits eingesetzt sind, 4 Garnrollennetze, ein Pinselchen für die Reinigung, eine sehr praktische Pinzette zum einfädeln, 4 Garnrollenführungsscheiben, ein Schraubenzieher, ein 2 Faden-Konverter (damit kann man die Maschine für 2 Faden-Nähte einstellen) sowie ein Ersatzmesser für das obere Messer, welches übrigens auch weggeklappt werden kann.

 

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Das Ganze kommt in einer kleinen praktischen Aufbewahrungsbox.

 

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Die Bedienungsanleitung ist wie von Husqvarna Viking gewohnt sehr umfangreich und detailliert beschrieben. Bei der Huskylock s15 liegt sogar noch eine DVD bei mit der das Einfädeln noch einfacher gehen soll. Ich persönlich habe sie aber nicht gebraucht.

 

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Eine Abdeckhaube aus plastik ist auch dabei, um die Maschine vor Staub zu schützen. Diese ist allerdings nicht aus festem Material wie die von der Opal 670, sondern erinnert eher an eine Plastiktüte. Ihren Zweck erfüllt sie auch so, aber eventuell werde ich mir da mal etwas gescheites selber nähen. Für meine Küchenmaschine hab ich das auch schon lange auf der to do-Liste.

 

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Hier die beiden nebeneinander, links die Opal mit der festen Plastikhaube und rechts daneben die kleine Schwester ^^ die Huskylock s15. Und hier die beiden Schönheiten nochmals ohne Verdeck:

 

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Fazit: Das Zubehör im Lieferumfang kann sich sehen lassen und zeugt wie gewohnt von guter Qualität.

 

Schlussfazit

 

Wer eine Overlockmaschine sucht, die ihren Preis auf jeden Fall wert ist, der eine einfache Maschine möchte die aber mit der geforderten Leistung ohne Probleme klar kommt, der ist mit der Huskylock s15 bestens bedient. Wie gesagt ist für mich die Overlock eine 2. Maschine, quasi ein Luxus von dem ich geträumt hab und den mein Mann mir jetzt erfüllt hat (dafür werd ich ihm viele Hoodies, Shirts und Poloshirts nähen ^^ ). Es ist also absolut nicht so dass eine Overlock die normale Nähmaschine ersetzen würde, auch wenn das in einschlägigen Facebookgruppen immer wieder so behauptet wird.

 

Tatsache ist dass die Overlock einem viele Arbeiten erleichtert und das Vernähen von Jersey und Sweat ist regelrecht eine Offenbarung mit der Maschine (ich freu mich jetzt schon auf meinen ersten Rollsaum auf Chiffon 😀 ). Dennoch gibt es Zahlreiche Arbeiten die ich nur mit der normalen Nähmaschine machen kann, wie zum Beispiel Absteppen, das Nähen von Abnäher, sowieso für alles aus Webware brauch ich die normale Maschine. Da wird die Overlock lediglich versäubern (das geht natürlich mit ihr erheblich schneller als mit der normalen Nämaschine). Meine beiden Maschinen in Kombination sind für mich jedenfalls ein unschlagbares Duo und ich bin sehr froh hab ich mich für die Huskylock s15 entschieden, denn sie erfüllt alles was ich an Erwartungen an sie hatte und übertrifft sie sogar.

 

Vielleicht suchst du gerade eine Overlock, dann hoffe ich ich konnte dir mit diesem Review etwas bei der Entscheidungsfindung helfen 🙂 . Oder hast du bereits eine? Wenn ja für welche hast du dich entschieden?

 

@Freutag

 

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