Geschichten aus dem Nähkästchen #7
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Geschichten aus dem Nähkästchen #7

 

Sonntag der 2. Dezember 2018 – der erste Advent ist gekommen 🙂 . Endlich können wir die erste Kerze anzünden und auf meinem Blog ist es Zeit für meine Blogserie „Geschichten aus dem Nähkästchen“ . Jeden Sonntag gibts einen Blogpost um ein Thema was grade aktuell ist bei mir. Dabei kann es um alles mögliche gehen – z.b. über das Blog, Handarbeiten oder Geschichten aus dem Leben. Hauptsache man kann bei einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee darüber quatschen und dabei vielleicht ein paar Reihen stricken 😉 .

 

Geschichten aus dem Nähkästchen #7

 

Zum ersten Advent heute:

 

Eine Feuerliche Anekdote ^^

 

Eine wahre Geschichte aus meinem Leben. Man könnte sie sogar als „Jasmin Original“ bezeichnen xD. Es geschah vor 2 Jahren. Ich habe wie jedes Jahr den Adventskranz erstellt und war wie üblich sehr spät dran. Ich hatte mir also einfach einen Teil unseres Weihnachtsschmuckes rausgekramt und habe damit etwas gemacht, das einfach aber eindrucksvoll war. Nur leider nicht sonderlich intelligent xD.

 

Ich hatte Rechaudkerzen in weihnachtlichen Teelichtern, kleine Glöckchen, Tannenzapfen, Christbaumkugeln und Engelchen schön aufgestellt auf einem runden Präsentierteller, welchen ich zuvor mit Watte ausgelegt habe um winterlichen Schnee zu simulieren. Alles sah super schön und festlich aus. Als dann der erste Advent kam freute ich mich die erste Kerze anzuzünden und alles sah ganz bezaubernd aus.

 

Das gleiche auch am 2. Advent, es sah wunderschön aus. Der Christbaumschmuck schimmerte im Kerzenschein und alles war so wie ich es mir erträumt hatte. Dann, am 3. Advent geschah die Katastrophe. Vielleicht ahnst du es schon…

 

Zum Anzünden der Rechaudkerzen habe ich immer einen langen Teelichtanzünder verwendet. Ich stand also wieder in unserem Wohnzimmer und war gerade dabei mein Adventswerk zu tun, mein Schatz war derweil am Kochen in der Küche. Ich ging also von Kerze zu Kerze mit diesem langen Anzünder, dabei achtete ich aber darauf die Flamme immer loszulassen wenn ich aus dem Teelicht kam. Nach der 2. Kerze entwich wohl noch ein kleiner Rest Gas und liess eine Winzflamme züngeln. Diese hat gereicht. Binnen einer Sekunde stand der Ganze Adventskranz lichterloh in Flammen!

 

Ich war geschockt. Blieb wie angewurzelt stehen. Das einzige was ich noch zu Stande brachte war laut zu schreien „Schatz! Es brennt! Es brennt!!!“. Mein Mann dachte zunächst ich will ihn veräppeln. Er rief also aus der Küche „Was ist los?“ Darauf rief ich erneut „Es brennt! Es brennt!“ Immer noch unfähig etwas zu tun und wie gebannt auf das Feuer starrend.

 

Mein Mann und Held der Stunde kam aus der Küche geeilt. Geistesgegenwärtig wie er war öffnete er sofort die Balkontür, griff mit Ofenhandschuhen unter den brennenden Teller und schmiss ihn ohne Umschweife raus auf den Balkon, der glücklicherweise aus Beton besteht. Er lief zurück in die Küche, füllte eine Schüssel mit Wasser und goss sie über den immer noch brennenden Kranz. Der Regen an diesem Tag tat das übrige.

 

Ich stand zitternd vor unserem Wohnzimmertisch. Als mein Schatz so nun das schlimmste verhindert hat kam er zu mir und nahm mich in die Arme. Seither nennt er mich hin und wieder liebevoll seine kleine Pyromanin xD .

 

Nach dem wir uns von diesem Schock etwas erholt hatten versprach ich ihm nie wieder Watte als Weihnachtsdekoration zu verwenden. Im darauf folgenden Jahr traf eines Tages ein Brief von der hiesigen Feuerwehr bei uns ein, adressiert an mich. Ich möge an einem Rekrutierungstag erscheinen. Ich antwortete höflich aber bestimmt, dass ich eher eine Behinderung denn eine Hilfe wäre und schilderte diese Vorkommnisse. Man sah dann davon ab mich erneut aufzubieten…. ^^

 

Und die Moral von der Geschicht? Watte als Deko lohnt sich nicht!

 

 

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