Geschichten aus dem Nähkästchen #16
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Geschichten aus dem Nähkästchen #16

 

Lang lang ist’s her seit meinem letzten Nähkästchen Beitrag. Inzwischen hat sich wieder so viel getan in meinem Leben, so viel hat sich verändert. Glücklicherweise wenn ich das letzte halbe Jahr so betrachte aber eigentlich hauptsächlich positive Veränderungen. Und vor allem entscheidende Erkenntnisse.

 

Geschichten aus dem Nähkästchen #16

 

Bring wieder Ordnung in mein Chaos!

 

Ich bin ein Zebra. Ok. Der Reihe nach. Ich fang mal von vorne an. Was geschah das letzte Jahr? Seit meinem Post über die Hypermobilität und auch seit dem letzten Nähkästchen hat sich so viel verändert…

 

Eine Diagnose…

Nach diesem Post und meiner Vermutung zum Ehlers-Danlos Syndrom bin ich dieser Sache nachgegangen. Schlussendlich haben die Spezialisten am Balgrist Zürich die Diagnose hEDS (Hypermobiles Ehlers-Danlos-Syndrom) gestellt. Vom Ersten Vorsprechen bei meiner Hausärztin betreffend meiner Vermutung bis zur Diagnose verging ein halbes Jahr, dazwischen lagen diverse Arzt-Termine, darunter auch ein Termin bei der Herzspezialistin im Hirslanden in Zürich. Davor hatte ich am meisten Angst. Aber mein Herz ist Gott sei Dank in Ordnung. Wäre ich selbst nicht mit einem klaren Verdacht und der Bitte für eine Überweisung an die betreffenden Spezialisten bei meiner Hausärztin erschienen, hätte ich nach wie vor keine Ahnung was eigentlich los ist bei mir. Kein Arzt hat meine Hypermobilität JEHMALS als ernstzunehmend oder problematisch anerkannt. Und jetzt ist es auf einmal eine echte Krankheit. Eine Krankheit die Auswirkungen auf meinen ganzen Körper und meine Psyche hat. Eine Erklärung für die Schmerzen, die Müdigkeit, die psychischen Belastungen. Endlich die Gewissheit, dass ich mir das nicht nur einbilde. Dass da tatsächlich etwas ist, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht. Diese Diagnose war für mich in erster Linie vor allem erleichternd. Das Zebra ist das Symbol für Ehlers-Danlos-Erkrankte. Denn Ärzte bekommen in ihrer Ausbildung vermittelt: wenn du Hufe hörst, denke an Pferde und nicht an Zebras. Weil Zebras hier zu Lande viel seltener anzutreffen sind als Pferde 😉 Nur hin und wieder ist es halt ein Zebra. Und meist muss es sich selber zuerst erkennen bevor es die Ärzte tun. Ich verlinke hier mal auf das Blog vom Wackelzebra Petra Busch wittmet ihr Blog dem EDS und erklärt finde ich die Sache ganz gut. Jeder EDS-Typ und EDS-Fall ist anders. Bei mir sind vor allem die Hypermobilität und die dadurch entstehenden Schmerzen und Subluxationen im Vordergrund.

 

Mein Blog, mein Blog…

 

Jaja mein Blog. Meine Hobbies. Meine Nadeln. Das letzte Halbjahr hatte ich einen dermassen stressigen 100% Job dass ich 0 Energie und 0 Motivation hatte in meiner Freizeit noch irgendetwas kreatives zu tun. Ich war schlicht ausgelaugt. Nun jetzt zum neuen Jahr hat sich bei mir ein Stellenwechsel ergeben und bisher bereu ich die Entscheidung keine Sekunde =) . Ich arbeite einen Tag weniger jetzt, was mir mehr Zeit und Raum für mich gibt. Meine Physio – und Arzttermine leg ich jetzt jeweils auf meinen freien Tag, darüber hinaus hab ich Zeit für meine Handarbeiten und mich um den Blog zu kümmern. Ich merk es bereits nach diesen ersten 2 Wochen wie viel entspannter ich bin und wie toll es ist einen Tag mehr für sich zu haben. Auch die restlichen Arbeitsbedingungen sind um ein Vielfaches besser als die von meinem letzten Job (inklusive Ergonomie am Arbeitsplatz, was von entscheidender Bedeutung ist für mich), von daher hab ich jetzt dieses Jahr hoffentlich wieder mehr Kapazität wieder regelmässiger zu posten und vor allem wieder kreativ zu sein =) .

 

Meine Liebe und meine Freunde

Das letzte Jahr war für uns nicht leicht. Mein Schatz hatte beruflich einiges wegzustecken (hier hat es sich aber auch zum Guten gewendet) und auch meine Diagnose war für ihn nicht gerade leicht. Er war immer für mich da, ist mit mir zu den Terminen gegangen, hat mich begleitet und viel mit mir geredet. Ich hab so viel Glück diesen Mann an meiner Seite zu wissen <3

Und dann meine Freunde. Ach meine lieben, was wär ich nur ohne euch? xD Danke dass auch ihr immer für mich da seid und mich unterstützt. Also ich hab doch recht viel Glück, wenn ich bedenke wie viele Menschen ich in meinem Herzen habe. Mit euch kann ich immer reden, ihr seid die besten!

 

So insgesammt..

So insgesammt hat das Jahr 2019 für mich sehr viele Veränderungen gebracht, die sich positiv auf mein Leben auswirken. Ich fühl mich so ausgeglichen wie noch nie und ich bin glücklich. Ich denke die Physiotherapie wird mir sehr weiterhelfen und ich glaube dass der neue Job ebenfalls einiges zu meinem Wohlergehen beitragen wird (zumindest wenn ich nicht allzusehr verkopfe xD )

 

Freuen wir uns auf ein schönes 2020 mit hoffentlich vielen kreativen Blogposts.

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